Kreisfeuerwehrverband Nordfriesland

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Archive for Oktober, 2009

Feueralarm: Krankenhaus beinahe evakuiert

Posted by admin on 30th Oktober 2009

Feuermelder des Klinikums Niebüll (Kreis Nordfriesland) schlugen Donnerstagabend an, nachdem ein Patient den Inhalt eines oder mehrerer Feuerlöscher im Treppenhaus des dritten Stocks versprüht hatte. Der offenbar geistig verwirrte Mann war stationär im Krankenhaus aufgenommen worden.
Der dichte Sprühnebel löste den Alarm aus, mehrere Löschzüge aus Niebüll und Umgebung fuhren zum Krankenhaus. “Während der Fahrt erhielten wir kurz nach 18 Uhr die Meldung, dass es sich dem Brandalarm, um ein reales Feuer handelt”, berichtet Einsatzleiter Uwe Mussack von der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll. “Da wir von einer möglichen Gesamtevakuierung des Klinikums ausgehen mussten, wurde die nächste Alarmstufe ausgelöst.” Neben Rettungskräften aus dem gesamten Kreis wurde auch das Technische Hilfswerk aus Niebüll zum Einsatzort geschickt.
Feuer KKH Niebuell
Wegen des dichten Sprühnebels im Gebäude betraten Feuerwehrleute den dritten Stock zur Sicherheit nur mit Atemschutz. “Wir gingen ja von einem echten Feuer aus”, sagt Mussack. Doch in dem verzweigten Gebäudekomplex konnten die Feuerwehrleute keinen Brandherd finden. Patienten waren bereits von Krankenpflegern und Rettungskräften auf andere Stationen verlegt worden.

Bald schon gaben die Einsatzkräfte Entwarnung: es gab kein Feuer. Die 15 Rettungswagenbesatzungen konnten wieder in ihre Quartiere abrücken. “Alle Hilfskräfte waren binnen kürzester Zeit vor Ort”, sagt Christian Wehr, Leiter des Rettungsdientes im Kreis Nordfriesland. “Ich bin froh, dass wir hier nicht tätig werden mussten. Die Räumung eines Krankenhauses wäre sicherlich eine große Kraftanstrengung geworden.”
Kurz nach 19 Uhr war der Einsatz beendet. Ob der verwirrte, in Gewahrsam genommene Patient in eine Fachklinik verlegt wird, muss ein Amtsarzt entscheiden.

Quelle: Text :shz.de / Foto: Nonstopnews.de

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Katastrophenschutz übt Sturmflut

Posted by admin on 14th Oktober 2009

Abschnittführungsstelle Husum

Abschnittführungsstelle Husum


<CA> Herbstzeit heißt Hochsaison für die Gefahr von eintretenden Sturmfluten an der nordfriesischen Nordseeküste. 250 km Landesschutzdeiche gibt es in Nordfriesland, dazu liegt 2/3 der Fläche des Landkreises auf Meeresspiegelniveau oder tiefer, da gilt es besondere Vorarbeit zu leisten, so Kreiswehrführer Christian Albertsen. Kürzlich übte die Abschnittsführungsstelle Husum( zuständig für die Halbinsel Nordstrand, Sönke-Nissen-Koog und Husum), mit den Deichgängern zusammen. Es galt 24, vom LKN (Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz) virtuell erstellte Schadenstellen zu finden und per 2-Meter Handfunkgerät an die Funkbrückenfahrzeuge weiter zu melden. Diese melden dann über 4-Meter Funk den Schaden an die Abschnittführungsstelle wo die Lagekarte ergänzt wird und zusammen mit dem Fachberater des LKN weitere Maßnahmen getroffen werden. Der Deichgängertrupp besteht in der Regel aus 2 Personen, einem Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes (Fachwissen) sowie einem Feuerwehrkameraden der für die Kommunikation zuständig ist. Jeder Trupp ist für ca. 1,5 km Deichlinie zuständig.
Von einer leichten Sturmflut spricht man bei einem Wasserstand von 1,50 Meter über dem Mitteltide-Hoch-Wasser. Sehr schwere Sturmfluten beginnen ab 3,50 Meter über MTHW.
Leitung der Abschnittführunghsstelle Husum: Volker Döbel und Wolfgang Schäfer

Leitung der Abschnittführungsstelle Husum: Volker Döbel und Wolfgang Schäfer


Ab einem gemeldeten Wasserstand von 2,50 Meter über MTHW werden die Deichgänger durch den Kreisfeuerwehrverband alarmiert. „Sollte das Wasser noch höher steigen, beginnen sie mit ihren Kontrollgängen“, erklärt Albertsen. Jeder Deichgänger ist mit einer kleinen gelben Schautafel ausgerüstet. Anschaulich sind darauf die verschiedenen Schadensszenarien in Bild- und Schrift dargestellt. „So können sie vor Ort gleich feststellen, wie schlimm die Situation wirklich ist.“
Zur exakten Orientierung, an welchem Deichabschnitt sich der Melder befindet, sind alle 500 Meter gut sichtbare Schilder mit der Kilometerangabe an den Zäunen am Innendeichfuss angebracht – von der dänischen Grenze bis Hamburg. „Die meisten Deichbrüche entstehen durch überlaufende Wellen. Wenn es dazu kommt, müssen sich auch die Deichgänger in Sicherheit bringen. Es geht darum den Schadensort und das Ausmaß des Schadens in Erfahrung zu bringen, damit dann wenn das Niedrigwasser einsetzt fachgerecht und zielgerecht gearbeitet werden kann.“
Am Ende der Übung waren alle Beteiligten um Erfahrungen reicher, positive wie auch negative.
„In dieser Größenordnung war die Übung für uns eine Premiere“, betonte der stellv. Einsatzleiter für Katastrophenschutz in der Kreisfeuerwehrzentrale, Wolfgang Schäfer. „Bis auf Kleinigkeiten sind wir mit dem Ergebnis zufrieden.“ Eine allgemeine „Manöverkritik“ mit allen Beteiligten soll im November erfolgen.
„Die Probleme die im Funkberiech auftraten, wären mit Einführung des Digitalfunks nicht aufgetreten, Landesschutzdeiche sind von der Infrastruktur genauso gut versorgt wie Bundesautobahnen“, resümiert Albertsen abschließend.

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