Kreisfeuerwehrverband Nordfriesland

Die Feuerwehren in Nordfriesland, 365 Tage rund um die Uhr für sie da …

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HFUK-Nord : „Cold-Water-Challenge“ und Co: Klamauk ist nicht versichert!

Posted by CA on Juni 3rd, 2014

03.06.2014-Kiel

Mit Sorge betrachten wir eine Entwicklung der letzten Wochen, die in den sozialen Medien, allen voran facebook, grassiert: Feuerwehren nominieren sich gegenseitig zur sogenannten „Cold-Water-Challenge“. Dass diese Aktionen bedenkliche Ausmaße annehmen und zudem ganz und gar nicht ungefährlich sind, zeigt der Screenshot eines Videos einer Berliner Feuerwehr, bei der ein Feuerwehrangehöriger von zwei Seiten mit Vollstrahl bearbeitet wird. Da die Nominierungen auch zunehmend Feuerwehren aus unserem Geschäftsgebiet betreffen und uns Anfragen dazu erreichen, geben wir hiermit folgende Stellungnahme ab:

„Cold-Water-Challenge“ als Aufgabe der Feuerwehr?

Die Feuerwehr hat nach den Brandschutzgesetzen und Feuerwehrgesetzen der Länder die Aufgaben Brände zu bekämpfen und Hilfe zu leisten, Menschen aus Gefahren zu retten, Sachwerte und die Umwelt zu schützen.Coldwaterchallenge Zur Erfüllung dieser Aufgaben muss die Feuerwehr ausgerüstet und ausgebildet sein. Natürlich gehört zur Ausbildung auch Spaß und Freude. Dadurch ist eine Förderung des Gemeinschaftssinnes und der Kameradschaft auch eine Aufgabe, die im Bereich der Feuerwehr versichert ist. Doch bei der HFUK Nord sind die Feuerwehrangehörigen gegen Arbeitsunfälle versichert. Der Rahmen von versicherten Tätigkeiten ist dort weit gesteckt, aber kennt doch Grenzen. Diese Grenzen werden derzeit vereinzelt durch Aktionen wie z.B. die „Cold-Water-Challenge“ überschritten. Wenn Feuerwehrangehörige zu Spaßaktionen mit Sonderrechten ausrücken und sich mit Strahlrohren gegenseitig bespritzen, werden unzulässige Gefährdungen für Feuerwehrangehörige und Außenstehende erzeugt. Durch das hohe Gefährdungspotential einzelner Aktionen entsteht ein Risiko für Feuerwehrangehörige, das aus Sicht der Unfallverhütung nicht toleriert werden kann.

Unfallversicherungsschutz und weitere rechtliche Gesichtspunkte

Eine „Cold-Water-Challenge“-Aktionen gehört gewiss nicht zu den oben genannten Aufgaben der Feuerwehr. Es handelt es sich um eine reine Spaß-Veranstaltung, die am ehesten als „Jux, Gaudi oder Klamauk“ anzusehen ist. Im Unfallversicherungsrecht ist dies dem privaten Bereich zuzuordnen und steht demzufolge nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Auch die Argumentation als Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit ist nicht stichhaltig. Durch die hohen Verletzungsgefahren sind solche Aktionen nicht als Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr geeignet. Der Sinn solcher Aktionen, die Feuerwehr als professionelles Hilfeleistungsunternehmen in der Öffentlichkeit darzustellen, darf zumindest stark bezweifelt werden. Zu befürchten ist eher ein Imageschaden für die Feuerwehr. Die Feuerwehren als öffentliche Einrichtung beschädigen damit ihr professionelles Ansehen, welches durch gute Arbeit 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr mühselig erarbeitet wird. Darüber hinaus beklagen viele feuerwehrfremde Personen, die die Videos sehen, dass die Feuerwehren zweckentfremdet mit den von ihren Steuergeldern bezahlten Gerätschaften umgehen.

Die Wehrführungen bzw. Führungskräfte der Feuerwehren sind aufgefordert die Feuerwehren über die Gefahren dieser Aktionen, insbesondere durch das Bespritzen mit Wasserstrahl, aufzuklären und diese zu unterbinden, um den Unfallversicherungsschutz nicht zu gefährden. Kürzlich haben die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord und FUK Mitte die Aktion „Das kann ins Augegehen“ gestartet, die eindeutig auf die Gefahren schwerster Unfälle mit schlimmen, lebenslangen Folgen durch auftreffende Wasserstrahlen hinweist.

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Freiwillige Feuerwehr ist Mehr!

Posted by CA on April 26th, 2014

Jahreshauptversammlung Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein in Lübeck
Kiel (ots) – Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein und seiner angeschlossenen Mitgliedsverbände in den Kreisen und kreisfreien Städten müsse auch in Zukunft die Werbung um neue Mitglieder für die Einsatz- und Jugendabteilungen sein. Diesen Aufruf richtete Landesbrandmeister Detlef Radtke (Lübeck) am Samstag im Rahmen der Landesfeuerwehrversammlung in Lübeck an die rund 250 Delegierte und Gäste – allen voran Innen-Staatssekretär Bernd Küpperbusch.JHV LFV S-H 2014

Hintergrund des flammenden Appells sind die neuesten Zahlen der Mitgliederstatistik: Demnach sank die Zahl der Einsatzkräfte in den
1371 (Vorjahr 1377) Freiwilligen Feuerwehren des Landes leicht um 265 auf 49.104. Zum Vergleich: Im Vorjahr verließen noch 453 Männer und
Frauen die Einsatzabteilungen. Erfreulich sei auch, so Radtke, der erneute Zuwachs an weiblichen Einsatzkräften um 129 auf 3777. Dieses
zeige, dass das Thema Frauen in der Feuerwehr längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Die Abflachung der sinkenden
Mitgliederkurve führte der Verbandsvorsitzende auch auf die seit Jahren vom Verband forcierten Image- und Werbekampagnen zurück. Diese
wurde während der Versammlung in Lübeck um neue Bausteine erweitert, um das Thema “Freiwillige Feuerwehr” vermehrt ins Bewusstsein der
Bürgerinnen und Bürger zu transportieren. “Feuerwehr ist mehr”, sagte Radtke und verwies auf die gesellschaftliche Gesamtaufgabe dieses
einzigartigen Hilfeleistungssystems. “Wer sich in einer Freiwilligen Feuerwehr engagiert, hilft nicht nur anderen, sondern tut auch viel
für sich. Eine tiefe innere Bestätigung gepaart mit fundierter technischer Ausbildung und jeder Menge sozialer Kompetenz sind
Attribute, die sowohl in der Jugendfeuerwehr wie auch in den Einsatzabteilungen deutlich zu spüren sind”, warb Radtke.  Jede
Gemeinde sei zusammen mit ihrer Feuerwehr aufgefordert, eigene Mitgliederanalysen durchzuführen und sich um den Erhalt ihres
Mitgliederbestandes zu kümmern, bzw. Lösungen zum Erhalt des Sicherheitsstandards zu finden, so Landesbrandmeister Radtke.
“Bürgermeisterinnen und Bürgermeister müssen in jeder Gemeinde  die Mitgliedergewinnung und Förderung des Ehrenamtes zur Chefsache
machen. Da gibt es noch viel Nachholbedarf.”

JHV LFV S-H 2014 Angesichts des bevorstehenden demografischen Wandels werde das Werben um Bürger, die
sich ehrenamtlich einsetzen, immer aufwändiger und wichtiger. Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein unterstützt seine
Mitgliedsverbände in diesem Bereich inzwischen auch mit einer hauptamtlichen Kraft und setzt auf die Politik, um eine dauerhafte
Planbarkeit von Projekten zu erreichen. “Wir packen die Themen gemeinsam an und entwickeln intelligente und zukunftsorientierte
Konzepte um für die Freiwillige Feuerwehr Begeisterung zu wecken”, unterstrich Innen-Staatssekretär Bernd Küpperbusch die Ausführungen.
So stelle das Land bislang Einnahmen aus dem Online-Glücksspiel zur Verfügung und fraktionsübergreifend werde ab 2015 eine dauerhafte
Förderung der Image- und Kampagnenarbeit vorbereitet. Als neue Bausteine der Kampagnenarbeit wurden vorgestellt:

–        Ein neuer modernerer Webauftritt unter www.lfv-sh.de

–        Ein Nachrichtenportal “Feuerwehren in Schleswig-Holstein” in Zusammenarbeit mit dem
schleswig-holsteinischen Zeitungsverlag.

–        Eine “Themenwoche” mit Radio Schleswig-Holstein vom 5. bis 9. Mai 2014

–        Ideele Partnerschaft der “NDR-Sommertour” im Juli und August mit Info- und
Mitmachangeboten

–        Eine Neuauflage des “Feuerwehr-Marketing-Kongress” am 25. Oktober im Landeshaus unter der Schirmherrschaft von
Landtagspräsident Klaus Schlie.

Im Rahmen der Versammlung wurden für Ihre Verdienste um das
Feuerwehrwesen geehrt:

–        Claudia Lindemann (Kiel), stellv. Referatsleiterin im
Innenministerium mit dem schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber

–        Journalist Carsten Kock (Neumünster), Chefkorrespondent von Radio Schleswig-Holstein, mit dem schleswig-holsteinischen
Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber

–        Oberbrandmeister Jens Gerstenberg (Stormarn),

Oberbrandmeister Kay Ehlers (Dithmarschen)

Brandmeister Michael Kröplin (Pinneberg) mit dem “Dr. Erwin-Flaschel-Preis für Verdienste in der
Brandschutzerziehung”.

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Lehrgangsplan 2014 online

Posted by CA on November 28th, 2013

Der Lehrgangsflyer ist fertiggestellt und steht rechtzeitig zu den anstehenden Versammlungen zur Verfügung.

Zusammen mit unseren Kreisausbildern ist es wieder gelungen ein interessantes Lehrgangsprogramm für das Jahr 2014 auf die Beine zu stellen.

.Lehrgangsplan 2014

Ab dem 02.12.2013 besteht die Möglichkeit sich über FOX112 anzumelden.

 

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